Über mich

… und über die Bedeutung von „104 Prozent„:

Ich bin erst zufrieden, wenn alles, was ich mache, 100-prozentig ist. Dazu gehört eine Jahresabrechnung, die Sie verstehen können – sonst ist sie nicht 100-prozentig. Und Ihr Mitspracherecht auf der Eigentümerversammlung, deren Inhalt Sie nachvollziehen können, denn sonst ist das WoEigG nicht 100-prozentig erfüllt. Und der ständige Informationsfluss zwischen mir und der gesamten WEG per Mail – nicht nur dem Beirat, so will es der Gesetzgeber. Sonst ist mein Mandat nicht 100-prozentig erfüllt.

Foto: Stephan Walochnik

Alles 100-prozentig zu machen bedeutet nicht, sich in nutzlosen Nebensächlichkeiten zu verlieren. Ein Verzetteln in Details hat noch niemandem geholfen.

Alles 100-prozentig zu machen bedeutet nicht, dass eine Jahresabrechnung aus unleserlichem Aktiva-Passiva-Abgrenzungs-Bilanzgedöns besteht (sie darf es im WEG-Recht nicht mal). Die Abrechnung ist 100-prozentig, wenn sie sachlich richtig und inhaltlich schlüssig ist – und wenn Sie sie nachvollziehen können.

Alles 100-prozentig zu machen bedeutet nicht, es immer allen recht zu machen. Das geht in einer Gemeinschaft nicht.

Alles 100-prozentig zu machen bedeutet nicht, jede unsinnige Baumaßnahme und (Datenschutz-?) Vorschrift auf die Spitze zu treiben und sinnlose Kosten hervorzurufen. Nur die Eigentümerversammlung entscheidet über die Ausführung im Sinne von „was, wann und wie“, sagt der Gesetzgeber.

Alles 100-prozentig zu machen bedeutet nicht, die Eigentümerversammlung preußisch-ehrfürchtig mit der Stechuhr zu führen. Die Versammlung ist 100-prozentig, wenn Sie schon vorher gut, umfassend und anschaulich informiert wurden (siehe Seite 6) und wenn Sie wissen, worüber Sie abstimmen.

100 Prozent sind erst erreicht, wenn alle Seiten im Gleichgewicht sind. Mein Anspruch ist, diese Erwartungen immer voll zu erfüllen. Sogar ein kleines Bisschen zu „über-“ erfüllen. Deswegen spreche ich von „104 Prozent“.

Foto: Stephan Walochnik