Wie geht es weiter? Es beginnt mit Ihnen

Wenn Sie mich zum Verwalter bestellen, veranstalten wir nach unserem Kennenlernen und nach der Verwalterwahl eine informelle Eigentümerversammlung, um Themen zu besprechen, die Ihnen wichtig sind. Es werden keine Beschlüsse gefasst, sondern Sichtweisen und Gedanken ausgetauscht.

Abgesehen von den Formalitäten: Für die Verwalterwahl ist zwingend ein Mehrheitsbeschluss einer Eigentümerversammlung vorgeschrieben. Er bevollmächtigt zwei Eigentümer, den Verwaltervertrag zu unterschreiben. Der Vertrag muss allen Eigentümern zugänglich sein. Alternativ hilft auch ein Umlaufbeschluss, d.h. ein „Unterschriftenzettel“ ohne Eigentümerversammlung aber mit Unterschrift jedes Eigentümers, der im Grundbuch eingetragen ist.

Foto: Stephan Walochnik

Um die WEG und Ihre Interessen zu vertreten, muss ich die Vorstellungen der Eigentümer verstehen. Die können von Haus zu Haus sehr unterschiedlich sein.

Wir werden keine Beschlüsse fassen. Aber auch nichts übers Wetter sprechen. Ich werde auf Basis Ihrer Rückmeldungen eineAgenda vorbereiten, damit es jedem Eigentümer möglich ist, sich vor der Versammlung Gedanken zu den Themen zu machen.

Häufig gestellte Frage: Worin liegtder Unterschied zwischen einer Besprechung und einem Beschluss?

Antwort: Ein Beschluss ist eine verbindliche Regelung, die von der Versammlung per Mehrheit entschieden wird und sämtliche Eigentümer und Rechtsnachfolger für die Zukunft bindet. Voraussetzung für die Gültigkeit ist, dass er auch in vielen Jahren für unbeteiligte Dritte verständlich und klar zu deuten ist. Bspw. Käufer einer Wohnung sind daran gebunden! Bei unserer Besprechung hingegen stellen wir Weichen für die Zukunft. Es ist eine Einordnung, damit ich weiß, wo die Reise hingehen soll.

Beispiel: Sie möchten z.B. Eingangsbereich oder Treppenhaus umgestalten. Vor Einholung der Angebote muss besprochen werden, was von der Mehrheit gewünscht ist (= Besprechung), hat aber nichts mit Beschlussfassung zu tun. Ein Beschluss ist eine konkrete Regelung und Auftrag an den Verwalter, damit er die genau bezeichnete Maßnahme für die WEG beauftragen darf.

Es mag ja sein, dass viele Kollegen das möglicherweise anders machen, dann handeln sie aber als Vertreter ohne Vertretungsmacht und begehen unbewusst Sachbeschädigung. Wenn es Streit gibt, bezahlt der Verwalter alles selber, einschließlich Rückbau.